Freitag, 27. März 2015

Prepping... Ein Mainstream Trend?

Immer wieder entdecke ich auf YouTube neue Kanäle und neue Videos, aus dem deutschsprachigen Raum, wo das Thema "Prepping" angesprochen wird.

Die meisten Videos handeln dann vom Fluchtrucksack bzw. einem Bug-Out-Bag.

Natürlich freut es mich, als Prepper, wenn das Thema auch von mehreren YouTubern aufgegriffen wird, was mich jedoch stört ist die Tatsache, dass die meisten YouTuber weder wissen was Prepping überhaupt genau bedeutet noch was sie da überhaupt vorstellen...

Ein Fluchtrucksack ist schön und gut und natürlich macht es auch Spaß sich solch einen Rucksack mit diversem Gear zusammen zu stellen, doch wissen diese YouTuber auch was sie da überhaupt vorstellen?

Sie reden von "Bug-Out-Bags" oder "Katastrophenrucksäcken", kratzen das Thema kurz am Anfang an damit die Zuschauer wissen worum es geht, doch das eigentliche Thema wird oft verfehlt...

Es tauchen Videos auf in denen man einen schönen romantischen Abend im Wald samt Lagerfeuer erlebt. Es werden Würstchen auf dem Feuer gebraten und im Solar-Kurbelradio läuft der neuste Pop-Song während man über sein "Bug-Out-Bag" schwadroniert und gerade erklärt wie man sich sein "Bug-Out-Lager" aufbaut... Fachmännisch im Bushcraftstil versteht sich...

Ein wunderbares "Bug-Out-Szenario" nicht wahr?

Nein, eben nicht!

So was verzehrt den eigentlichen Sinn eines Fluchtrucksacks bzw. eines Fluchtszenarios...

Es ist völlig Naiv zu glauben man könnte sich während einer Flucht einen schönen Abend im Wald machen während es keine 100 Meter weiter von feindlichen Soldaten oder marodierenden Banden wimmelt...

Und genau da liegt mein Problem...

Die meisten Videos dieser Art stammen von bekannten und auch weniger bekannten "Bushcraftern" die ansonsten eher garnichts mit dem Thema Prepping gemein haben.

Vermutlich haben diese YouTuber einmal etwas über Prepping und einem BOB gelesen oder ein Video darüber per Zufall entdeckt und dachten sich "Oh, das ist aber ein cooler Rucksack. So was will ich auch vorstellen". So oder so ähnlich wird es dann wohl gewesen sein...

Das Problem bei der Sache ist folgendes,

Es vermittelt einem neugierigen Zuschauer, dass das Thema doch ganz cool ist und sich nicht zu sehr vom eigentlichen übernachten im Wald mit Bushcraft unterscheidet.

Natürlich kann Prepping auch "cool" sein und Spaß machen. Der Ernst der Lage sollte einem aber immer bewusst sein.
Prepping ist aber weitaus mehr als nur "Bug-Out-Bag" und "Tactical Übernachting"  und darf nicht einfach so salopp rüber gebracht werden...


Ich halte von solchen Videos leider nichts, denn meistens erzählen diese Personen Dinge, die mit dem Thema eigentlich nicht zu vereinbaren sind oder welches einfach nur Quatsch ist...


Ich finde es schade, dass es nur so wenige YouTuber gibt die sich mit dem Thema wirklich auseinander setzen wollen und das ganze nicht nur als eine Art "Cooles Zwischendurch" sehen um ein paar Klicks zu generieren...


Mein Wort zum Sonntag...oder eher zum Donnerstag...

 



Kommentare:

  1. Hi,
    Klar ist der BugOutBag grad ein Trendthema und es nervt, dass viele Leute Prepping und Survival als gerade "in Mode" ansehen. (Vermutlich auch verursacht durchs Fernsehen) Seh das aber nicht ganz so streng wie Du.. Ich mein es schadet ja nicht wenn sich die Leute generell mal mit dem Thema befassen. Mein Artikel mit ner Packliste für nen Fluchtrucksack (http://armageddonstuff.com/fluchtrucksack) ist auch ziemlich auf den Mainstream ausgerichtet (auch vom Schreibstil). Aber wichtig is ja nur, dass die Mehrheit mal von dem Gedanken wegkommt, dass etwas Vorbereitung auf den Krisenfall nicht nötig sei.

    In diesem Sinne.. frohes überleben
    Chris

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  2. Die Vergangenheit hat gezeigt das reißerische Themen und Nachrichten nicht lange währen.

    Alles was diesem Trend folgt wird über kurz oder lang wieder vergessen werden. Diejenigen die das Thema ernsthaft und seriös aufgreifen werden sich deshalb länger halten, weil sie ein Publikum ansprechen wollen welches auch wirklich interesse an diesem Thema hat.

    Das Thema "Vorbereitung" ist solange "cool" bis es dann an die richtige Vorbereitung geht welche kostenintensiv ist. Spätestens nach einem "coolen survival BOB" ist das Interesse bei den meisten Leuten verflogen, weil es dann doch "zu teuer" wird und eh nie was passieren wird.

    Von daher halte ich mich (und viele andere Prepper in unserer Community) von solchen "Doomsday Preppern" eher fern.

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  3. Beim solchen "Hypes" geht es ohnehin nur um Kohle und Profilierung. Das ist schnell wieder vorbei....

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  4. Das Thema ist wesentlich auch eine psychische Angelegenheit, deshalb gibt es keine Probleme nur Lösungen. Wir sind um die Angelegenheit wirklich ernsthaft zu betreiben, einfach auch in einer relativ ungeeigneten Wohlstand Umgebung. Dazu kommt noch eine Generation Mentalität die mit der Materie nichts anzufangen weis. Die Sprache des Prepper ist meiner Meinung nach eine andere, in anderen Breiten gehört das Überleben zum täglichen Alltag. Gut das in unserer Geografie das Thema schon mal aufgegriffen wurde, nach dem was man so sieht entsteht der Eindruck, dass dort draußen über unsere Grenzen hinaus man schon Lichtjahre voraus ist mit dem Durchschlagen durchs das Leben. Ich befürchte noch einen sehr langen Wegprozess, bis man hier überhaubt ernsthaft anfangen kann zu arbeiten. Spätestens mit der Verarmung wird die tatsächliche Technik zum täglichen muss, warum weil kein Wasser und der Magen vor Hunger knurrt wie nach den beiden Weltkriegen. Normalerweise müsste dieser Blog zu solch einem esesentiell frequentiert sein, die paar Kommentare hier sind noch aus dem Jahr 2015 schade.

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